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Ausflug in ein altes Leben

  • Posted on Mai 23, 2009 at 00:42

Ein weg so oft gegangen, eine Straße, voll mit Erinnerungen. Schritte tragen mich zurück. Lange bin ich ihn nicht mehr gegangen. Das letzte mal war ich traurig oder glücklich? War ich verzweifelt oder taten mir die Füße weh?

Ich weiß es nicht mehr. Ein seltsames Gefühl irrt durch meinen Magen. Oft zu oft war dieser weg mit Hoffnunglosen träumen überflutet. Und jetzt? Wieso laufe ich diesen weg schon wieder. Der Gedanke der immer wieder kreist durch meinen Kopf: ist das hier wirklich notwendig?

Ja. Es ist so gesehen ein Endstrich, vielleicht auch deswegen das seltsam flaue Gefühl. Es ist das was ich schon vor Jahren hatte tun sollen. Das ist mir jetzt bewußt. Und Wahrend ich dir letzten 100 Meter hinter mich bringe, merk ich das es nichts schlimmes ist. Schließlich muß ich nur mal. Das Gefühl ist meine volle Blase und alles andere ist wunderschön.

Auch wenn sich manche Dinge nie anderen, andere tun es ständig.

Aber Wege muß man bekanntlich zwei mal gehen, und so bin auch ich ihn hin und zurück gegangen. Ich bin erleichtert. Deswegen, weil sich nichts oder nur so wenig an dem Ende sich geändert hat. Der weg zurück war beschwinglich. Er tat gut, verdammt gut sogar. Ich weiß dass das was ich zurück gelasen habe gut so war. Es ging nicht mehr. Es war steif und unmöglich. Und während ich diesen weg gehe, und die Sonne langsam in die Nacht versinkt, lächel ich. Denn das was vor mir liegt ist wunderschön, seltsam, ungebändigt, und völlig neu.

Zeitverschwenden

  • Posted on Mai 13, 2009 at 17:00

So es ist mal wieder so weit. Ich hab mir vorgenommen brav alle Vorlesungen zu besuchen und da kommen die Professoren und machen deinem Vorsatz wiedermal einen Strich durch die Rechnung in dem sie den Unterricht schlage 2 Stunden früher aufhören lassen.

Also  warten: ganze 2 Stunden! Warum? Um einen alten Professor über Kunstgeschichte zu lauschen wo man mit 99% sicherheit einschläft.

Was tun? Nun man kann Zeit schinden. Sich in die Sonne hocken. Würde diese den Scheinen. Oder sich über irgend etwas künstlich aufregen. Ich hab aber nix im moment was mich künstlich oder wirklich aufregt. Ausser vielleicht mein Hangelenk… aber darüber kann man sich nicht richtig aufregen… das tut nur weh.

So nu sitz ich hier, eben hatte ich noch ne Idee, aber die hat sich gerade mit nem Bewerbungschreiben in Luftaufgelöst. *seufz* Achja, das mit den Bewerbungen das ist so ne Sache ne? Ich hab in den letzten 1,5 Jahren mindesten 150 davon geschrieben.  Zu viele kommen mit “Es tut uns leid wir haben uns für jemanden anderen entschieden” wieder zurück. Besonders frustierent ist es, wenn man weiss man kann etwas – und man kann es gut – und man wird noch nicht mal mehr für ein Bewerbungsgespräch eingeladen. Und wenn man dann ein Bewerbungsgespräch hat – na dann ist es fraglich ob man überhaupt genommen wird. Ich muss dazu sagen ich hatte bis jetzt 7 wirkliche Bewerbungsgespräche, davon sind 3 Positiv verlaufen. Das ist noch ein ziemlich guter Schnitt. Aber wenn man ca. 100 Bewerbungen geschrieben hat, und nur zu 7 zum Gespräch eingeladen wird, ist das eine saumadige Quote.

Woran liegt das? Oh ich weiss: ich bin überqualifiziert. Gut ich hab bereits einen Master in Internationalen Beziehungen und ich versteh was von Politik und Geschichte und ich kann weissgott diskutieren bis dir die Ohren bluten. Wenn ich aber bei C und haste ne gesehen arbeiten will, bin ich mit meinem Abschluss überqualifierziert. Wenn ich bei ner Politschen Einrichtung arbeiten möchte hab ich nicht genug arbeitserfahrung auf diesen gebiet und bin “unterqualifiziert”. HÄ?!

Erstens: es macht keinen Sinn, für die einen bin ich zu qualifiziert (weil jemand der nen Abschluss hat kann keine klamotten zusammen legen) und wenn ich mich akademisch weiterbilden möchte und in diesem Feld arbeiten will kann ich das nicht weil ich nicht genug arbeitserfahrung habe. Könnt ihr euch mal einigen?! Klar hab ich keine arbeitserfahrung wenn mir jeder sagt ich hab keine!

Egal, ich hab jetzt einen Job den ich echt gerne mach. Ich darf malen, und designen, und graphisch basteln und pinseln und denken in Bildern und Farben und Mustern. Und wisst ihr was- ich bin dafür qualifiziert. Einfach nur qualifiziert.

So und um euch den Nachmittag/Abend noch ein bisschen zu versüßen hier ein lustiges Zitat aus dem Spiegel:

“Bienen sterben wie die Fliegen” (Aus der Neuen Westfälischen)

Warum meine Mama die beste ist.

  • Posted on Mai 6, 2009 at 20:32

So wir fangen mal heute an, heute war ein seltsamer Tag. Er fing an, dass ich mich und meinen kranken Schatz aus dem Bett geprügelt habe.

Das war ein ziemlicher Akt weil ich Kopfweh hatte, und der Magen meines Schatzes gegen indisches Essen rebelierte und damit dem Keramik-Atelier dem Kampf ansagte…
..also Richtung Arzt. Dort angekommen sind wir mit der Nummer 11 ins Wartezimmer verfrachtet worden. Kurz darauf wurde das Wartezimmer mit zwei weiteren Damen bereichert. Leider war die ältere so damit beschäftigt ihre 3 Zähne abzuschmatzen das uns beiden extrem übel wurde. Nachdem sie geschlagen 15 Minuten schmatzend da gesessen war, war sie endlich dran und wir erlöst.

Dann waren wir dran, und nachdem dieser ganze Schweinegrippe-Hype gerade voll zu Gange ist, wollten wir natürlich wissen wie das den abläuft. Unser Hausarzt war extrem belustigt weil wir definitiv nicht die Schweinegrippe hatten (Es ist auch sehr unwahrscheinlich, auch wenn wir beide täglich pendeln Oo).

So, nachdem wir durch die Stadt gestapft waren auf, bei der Apotheke vorbei sind, und uns mit dem falsch geschriebenen Rezept abgeben musten (Tabletten waren aufgeschrieben und die Einnahme war für Tropfen ausgelegt). Aus der Apotheke kamen wir, Tropfen schwingent, heimwärts. An der Ampel kamen uns dann zwei flotte Mädels entgegen.

Hallo wir sind von Radio Chariwari, und wir machen zum Muttertag eine Umfrage und wir wollen von euch wissen warum eure Mama die beste ist.

Hmmmm… was soll ich dazu sagen? Meine Mama ist vor nem Jahr gestorben. Gedanken wie “Meine Mama is die beste weil sie tod ist” war der erste. Ich:

Ääääääh

Mein Freund deutet auf mich, auf sich:

Waise – Waise – Ciao!

Der Gesichtsausdruck der beiden Reporterinnen hätte eigentlich auf genommen werden sollen. Icon Wink in Warum meine Mama die beste ist.

Irgendwie wars lustig. Wenn auch bizzar, es war lustig.

Aber meine Mama war eine der besten Mütter einfach weil sie’s immer geschaft hatte für jeden ihrer Töchter eine ganz besondere Mama zu sein. Und auch wenn sie jetzt nicht mehr da ist, ist sie immer noch immer noch die allerbeste Mama die ich jemals hatte. (Naja sie war ja auch die einzigste )